Typisch für die Photovoltaikbranche?

Der NDR und weitere Medien berichten über eine Entscheidung des OLG Schleswig-Holstein, dass ein Landwirt, der Betreiber einer PV-Dachanlage ist, seine bezogene Einspeisevergütung vom Datum des Netzanschlusses im Mai 2012 bis zur offiziellen Anmeldung der Anlage bei der Bundesnetzagentur im November 2014 an den Netzbetreiber Schleswig-Holstein Netz AG in Höhe von rund 200.000 EUR zurückzahlen muss. Das OLG Schleswig-Holstein stellt hierzu fest, dass die “[…] Förderungsvoraussetzungen nicht vorlagen und es insoweit zu einer Überzahlung der Einspeisevergütung gekommen ist”. Der Netzbetreiber hat den Landwirt “[…] ausreichend auf die Notwendigkeit der Anmeldung der Photovoltaikanlage bei der Bundesnetzagentur hingewiesen.” Details zur Entscheidung sind der Pressemeldung des OLG Schleswig-Holstein zu entnehmen.

PV Dachanlage

PV-Dachanlage auf einem landwirtschaftlich genutzten Gebäude.

Unter der Annahme, dass der Landwirt für den Zeitraum von Mai 2012 bis November 2014 eine Vergütung von 200.000 EUR erwirtschaftet hat, entspräche dies einer Vergütung von rund 70.000 EUR in einem Jahr. Bei einer geschätzten Einspeisevergütung zum Inbetriebnahmezeitpunkt im Mai 2012 von gut 16 ct/kWh ergäbe sich ein Jahresstromertrag von ca. 430.000 kWh. Dies entspräche bei einem spezifischen Jahresertrag von 1.000 kWh/kWp einer installierten Nennleistung von rund 430 kWp. Laut der Studie “Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland” des Fraunhofer ISE betrugt der Systempreis für PV-Anlagen im 2. Quartal 2012 etwa 1.700 EUR pro kWp. Damit hätte der Landwirt grob geschätzt einen Betrag zwischen 700.000 und 750.000 EUR in seine PV-Dachanlage investiert.

Auch wenn die Berechnung der Investitionskosten auf den Pressemeldungen beruhen und sehr grob sind, so stellt sich vielmehr die Frage bei einer Investition in eine PV-Anlage im mittleren bis hohen sechsstelligen Bereich, wie es sein kann, dass die absoluten Grundlagen bei der Inbetriebnahme der PV-Anlage missachtet wurden. Neben der gesetzlichen Verpflichtung sollte es für den Errichter der PV-Anlage eine Selbstverständlichkeit sein, dass der Betreiber seine PV-Anlage ordnungsgemäß bei der Bundesnetzagentur anmeldet. Dies scheint ein weiterer Beleg dafür zu sein, dass das Qualitätsbewusstsein in der Photovoltaikbranche nicht das allergrößte ist, wie verschiedene PV-Experten in der Vergangenheit immer wieder angemerkt haben (hier, hier, hier und hier).

Lasst sie ziehen, liebe Eltern

Pünktlich Ende September beginnen für viele die letzten Vorbereitung für die Aufnahme eines Studiums an einer Universität oder Hochschule. Doch war für die Erstsemester dies in der Regel der erste Schritt in die Selbstständig und Unabhängigkeit, so scheinen mittlerweile viele Eltern ihre Kinder auch noch ins Studium begleiten zu wollen.

An die Eltern, die beim Tag der offenen Tür oder anderen Informationsveranstaltungen von Hochschulen mit Ihren (volljährigen) Kindern erscheinen und statt der Kinder die Fragen zum Studium stellen, muss man sich als Studiengangsbeauftragter mittlerweile gewöhnen. Scheinbar sind die Eltern dermaßen besorgt, ob der Nachwuchs auch die richtige Entscheidung im Leben trifft, dass die Kinder stumm dem Frage-und-Antwort-Spiel der Eltern mit den Professoren beiwohnen.

Die F.A.Z. schreibt dazu, dass sich viele Eltern nicht nur in die Entscheidung für ein Studium und in den Bewerbungsprozess einmischen, sondern sich sogar auch noch nach Ende des Studiums aktiv einmischen.

Die RWTH Aachen mit ihren rund 7.000 Erststemestern zum Wintersemester sieht sich ob der fürsorglichen Eltern sogar genötigt, “Informationen für Eltern und Angehörige” bereitzustellen. Darin heißt es zum Beispiel

… daher richten sich […] die Einführungswoche direkt an die Studienanfängerinnen und Studienanfänger. Wir können verstehen, wenn Sie ihr Kind hierbei begleiten möchten – nicht zuletzt aufgrund der begrenzten räumlichen Kapazitäten möchten wir Sie jedoch bitten, ihm diese Erfahrung alleine zu ermöglichen.

Die neuen Erfahrungen und das Schließen von neuen Freundschaften will von vielen Eltern unmittelbar miterlebt werden. Dabei ist insbesondere die Einführungswoche für die Studienanfänger ganz entscheidend, um sich in der neuen und fremden Umgebung zurecht zu finden.

Weiter heißt es

In vielen Fällen ist der Studiumsbeginn auch mit dem Auszug von zu Hause verbunden – und Eltern und Angehörige freuen sich über regelmäßige Anrufe ihrer Kinder. Haben Sie jedoch auch Verständnis, wenn sich diese nicht regelmäßig melden. Insbesondere die ersten Tage sind voller Programm und es kann sein, dass diese einfach mal in Ruhe ihre Erfahrungen verarbeiten möchten.

Offensichtlich machen sich viele Eltern bereits große Sorgen, wenn trotz moderner Kommunikationsmedien keine direkte Teilnahme an den Erfahrungen der Kinder möglich ist.

Und schließlich gibt es noch den Rat an die Eltern

Bitte sehen Sie ebenfalls von Schultüten oder ähnlichen Dingen für den ersten Tag im Studium ab. Insbesondere, da das Programm bereits am ersten Tag umfangreich ist, sind Schultüten hinderlich.

In der Grundschule mag die Schultüte eine nette Geste sein, um den I-Dötzchen den Start in die Schule zu versüßen, an einer Hochschule hat eine solche Geste jedoch nichts verloren, ohne die eigenen Kinder zu verunglimpfend ausgedrückt “Muttersöhnchen” zu machen.

Was kann man also Eltern raten, die mit ihrer übertrieben Fürsorge den Kindern den Start in einen neuen und aufregenden Lebensabschnitt eher schaden als nützen? Sicherlich sollten sich die Eltern zunächst immer die Frage stellen, wie sie sich in einer solcher Situation gefühlt hätten, die sich ihren Kindern aufzwingen. Auch werden die Kinder schon um Hilfe bitten, wenn die Probleme und Sorgen zu groß werden; ein offenes Ohr zu den Erzählungen des Erlebten ist immer hilfreich, um zwischen den Zeilen vielleicht mögliche, ernste Schwierigkeiten frühzeitig zu erkennen. In solchen Fällen ist aber auch Zurückhaltung das erste Gebot, um den Kindern die Möglichkeit zu geben, die Situation selbstständig zu lösen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Und schließlich bleibt festzuhalten, dass sich Eltern an den neuen Lebensabschnitt gewöhnen müssen – war man bei Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter noch Mitspieler, saß man auf der weiterführenden Schule bereits nur noch auf der Ersatzbank. Im Studium muss man sich als Eltern wohl oder übel damit abfinden, dass man nur noch auf der Tribüne Platz nehmen darf, um das “Spiel” der Kinder zu beobachten. Dennoch sollte man als Eltern dIlse Zeit genießen, denn mit dem Berufsleben der Kinder und der darauf in der Regel folgenden Zeit, sobald die Kinder selber Eltern werden, beginnt die nächste entscheidende Phase als alle.

[Update vom 26.09.2016]

SPIEGEL Online hat heute einen Artikel mit dem Titel “Helikopter-Eltern nerven Studienberater. Liebe Mamas und Papas, SO bitte nicht” veröffentlicht, in dem Erfahrungen von Studienberatern mit fürsorglichen Eltern von Studierenden dargestellt sind. Bei den Schilderungen ist nicht ganz klar, ob man lachen oder weinen soll.

Projektarbeiten im Wintersemester 2016/17

Für das Wintersemester 2016/17 werden im Labor für Erneuerbare Energien am Umwelt-Campus Birkenfeld folgende Projektarbeiten angeboten:

  • Weiterentwicklung des Energienutzungsplans für die Region des Nationalparks Hunsrück-Hochwald
  • Konzept für Solar-Home-Systeme in Zentralafrika
  • Studie zum weltweiten Ausbau erneuerbarer Energiesysteme zum Erreichen der globalen Klimaschutzziele
  • Konstruktion und 3D-Druck der Firmenzentrale der Simona AG, Kirn
  • Entwicklung eines Skripts zur automatischen Übertragung von DWD-Wetterdaten in eine Datenbank
  • Weiterentwicklung einer Web-Anwendung zur Optimierung von Photovoltaikanlagen (UCB PVapp)

Link zur Übersicht der Projektarbeiten

Energiesparen heißt kaltes Wasser

Soeben bei einem Gespräch zwischen Mitdreißigern:

Ein Haus zu bauen lohnt sich heute auch nicht mehr. Da muss man ja immer Energie sparen. Das heißt, man hat kaum noch warmes Wasser, weil man eine Solarheizung haben muss. Und wenn man eine warme Badewanne haben will, muss man erst einmal Holz hacken.

Wenn dies das Wissen des akademisch gebildeten Bürgertums ist, darf man sich im Grunde nicht wundern, weshalb moderne und erneuerbare Technik kaum mehr Bedeutung hat. Offensichtlich muss noch sehr viel und auch kontinuierliche Aufklärungsarbeit geleistet werden.

Rate my Prof – Energietechnik (SoSe 2016)

Die Kommentare der Studierenden aus der Veranstaltung Energietechnik (2. bzw. 4. Semester Bachelorstudierende, gemeinsam gehalten von zwei Professoren) sind, ähnlich wie in der Vorlesung zur Thermodynamik, sehr aufschlussreich, um die Erwartungen und Interessen der Studierenden zu verstehen.

Positiv gesehen wurde:

  • Der roter Faden ist sehr gut zu erkennen; die Vorlesungen sind immer sehr interessant und gut konzipiert,
  • der Einblick in die unterschiedlichen Kraftwerkstypen,
  • der behandlete Stoff ist auch für’s Alltägliche von Interesse,
  • die Möglichkeit, auch mal selbstständig zu rechnen.

Sogar ein kurzes Gedicht wurde verfasst

Für den Prof hab ich ein Gedicht,
Energietechnik ist also Pflicht.
Einen Prof hab ich nicht so gern,
drum bleib ich seiner Vorlesung fern.

Und auch die Kleidungswahl scheint die Studierenden zu beschäftigen:

Der Prof hat einen super Kleidungsstil (Einstecktuch), etwas antiquiert, sieht aber gut aus.

Kritisch bei den Studierenden ist folgendes angekommen:

  • Sehr viel Stoff, der in kurzer Zeit vermittelt wird,
  • Vorlesung montags um 9 Uhr,
  • Klausurrelevanz der Inhalte nicht klar definiert,
  • die knochentrockene Theorie.

Bei rund 1000 Folien, die am Ende der Vorlesung vorgestellt wurden, um den Studierenden sämtliche Aspekte der Energietechnik näherzubringen, scheinen die Studierenden bei der Klausurvorbereitung etwas überfordert zu sein. Jedoch birgt die Angabe von Lernzielkontrollfragen am Ende der Vorlesung die Gefahr, dass sich die Studierenden nur auf diese Fragen für die Klausur vorbereiten und weitergehende Fragen nicht vorbereiten würden. Offensichtlich bleibt jedoch der oft wiederholte Hinweis, nach der Vorlesung die wesentlichen Inhalte stichwortartig zusammenzufassen und den Stoff damit zu reduzieren, ungehört, sodass kurz vor dem Klausurtermin die klassische “Lernpanik” ausbricht, was teilweise im sogenannten “Bulemielernen” endet. Aber vielleicht lässt sich dieses Problem künftig auch noch lösen.

Rate my Prof – Thermodynamik (SoSe 2016)

In der Lehrevaluation können die Studierenden neben einer umfassenden Bewertung bzw. Benotung der Veranstaltung auch Freitextkommentare zu Positivem wie Negativem abgeben. Dabei sind die Studierenden meist ehrlich und offen, manchmal auch etwas naiv. Dennoch sind diese Kommentare in der Regel sehr hilfreich, um eine Veranstaltung zu verbessern.

Anbei gibt es einen kleinen ausgewählten Einblick in die Meinung von Studierenden. Die Fragen für die Freitextkommentare lauten: “Was hat Ihnen an der Veranstaltung (besonders) gut gefallen?” und “Was hat Ihnen an der Veranstaltung nicht gefallen?”

Bei der Vorlesung Thermodynamik handelt sich um eine Veranstaltung aus dem 2. Semester für Bachelorstudierende, gehalten von einem Kollegen und mir. Die Veranstaltung gliedert sich in eine zweistündige Vorlesung und eine zweistündige Übung.

Als positive Rückmeldungen gab es unter anderem:

  • Dass man Mitschreiben musste und somit automatisch gedanklich folgt
  • Die durchaus verständliche Vermittlung des Lehrstoffs durch den Dozenten
  • Der ständige Versuch des Professors, Thermodynamik als ein spannendes Studienfach zu vermitteln
  • Beispielhaftes Erklären, verständlich

Es scheint also möglich, den umfangreichen und teilweise komplexen Stoff der (technischen) Thermodynamik den Studierenden ansprechend näher zu bringen.

Negativ wurde gesehen:

  • Für Bachelor-Studenten teilweise bisschen unnötige Themen -> Bsp. Entropie: Braucht kein Mensch!
  • Gleichzeitiges mitschreiben und zuhören schwierig, man bekommt nur die Hälfte mit und muss parallel noch mitdenken und Notizen machen.
  • Oft sehr lang gezogene Herleitungen (zieht sich)
  • Das man zu viele Formeln wissen muss, wir haben genug Vorlesungen

Offensichtlich fehlt den Studierenden noch die Einsicht, dass die Themen im späteren Verlauf des Studiums wichtig werden (zum Beispiel Kenntnisse über Entropie zur Berechnung des Wirkungsgrads von Kraftwerksprozessen).

Manche Kommentare sind natürlich wenig sinnvoll:

Positiv: Das Grün der Tafel

Interessant sind auch die subjektive Meinungen zu den Terminen der Vorlesung (dienstags, 10:40 Uhr, und mittwochs, 13:00 Uhr – also studierendentauglich):

Positiv: Die Uhrzeit
Negativ: Die Uhrzeit, zu der die Veranstaltung stattfand

Zusammenfassend lässt sich damit festhalten, dass die Veranstaltung bei den Studierenden weitestgehend gut und positiv angekommen ist, obwohl die Thermodynamik als Grundlagenfach in der Regel selten zu großen Begeisterungsstürmen führt.

Stilblüten aus Klausuren: Energie und Leistung

Klausuren offerieren immer wieder Stilblüten von Studierenden, die sich nach langer und harter Klausurvorbereitung mit den Aufgabenstellungen auseinandersetzen und dabei Interessantes, manchmal Absurdes aber natürlich auch Richtiges produzieren.

Folgende Aufgabenstellung war in einer Klausur gegeben:

Ein benzinbetriebenes Auto mit einem Tankinhalt von 50 l wird innerhalb von zwei Minuten voll betankt.

  1. Berechnen Sie die Leistung, die während des Tankvorgangs durch die Tankanlage fließt. Geben Sie ein Energieerzeugungssystem an, das eine vergleichbare Nennleistung aufweist.
  2. Wie lange würde das Laden eines Elektrofahrzeugs dauern, wenn die Batterie die gleiche energetische Kapazität wie das benzinbetriebene Auto hätte und die Batterie mit einem Ladegleichstrom von 50 A bei einer Gleichspannung von 400 V aufgeladen wird?

Neben zahlreichen richtigen Ergebnissen gab es auch folgende Antworten:

  • Ein “Klassiker” bei solchen Aufgaben sind Probleme bei der Unterscheidung von Energie und Leistung. Regelmäßig hat die Leistung die Einheit J bzw. kWh, die obligatorische Einheit für die Leistung “kW/h” darf nicht fehlen.
  • Die Bandbreite der Leistung liegt zwischen 1,5 kW und 1,5 GW (als entsprechendes Kraftwerk wird dann ein Druckwasserreaktor aufgeführt); die Ladedauer der Batterie schwankt zwischen 0,0012 Sekunden und 625 Stunden. Den Studierenden scheint das Gefühl für Größenordnungen zu fehlen – eine kurze Reflexion des Ergebnisses (“Ist das Resultat plausibel?”) fehlt.
  • Interessant ist unter anderem der Lösungsansatz, die Leistung über die potenzielle Energie E=m·g·h (mit h als Höhenunterschied zwischen Tankstelle und Tank) und die Dauer t zu berechnen. Auch der Satz von Torricelli führt nicht unbedingt zum Ziel.
  • Auffällig ist, dass Studierende aus dem Studiengang Physikingenieurwesen mit der Aufgabe am besten zu recht kommen – scheinbar fehlt den Nichtphysikern die notwendige Freude an physikalischen Gleichungen.
  • Fehlen bei der Beantwortung der Aufgabe darf selbstverständlich nicht der sinngemäße Kommentar von Studierenden “wurde in der Vorlesung so nicht behandelt” bzw. “Formeln werden normalerweise gegeben”.

Es zeigt sich, dass auch vermeidlich einfache Aufgaben zu überraschenden Lösungswegen führen können.

Wirtschaftlichkeit von Kleinwindenergieanlagen

Vor kurzem bin ich über eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von Kleinwindenergieanlagen (KWEA) gestoßen, in der erwartungsgemäß herauskommt, dass sich KWEA für Privatkunden sowie Gewerbetreibende lohnen und bereits nach weniger als 15 Jahren rentieren. Eine überschlägige Rechnung zeigt jedoch, dass sich KWEA absehbar wirtschaftlich nicht rechnen werden.

Genehmigungsrechtliche Fragen sollen unberücksichtigt bleiben; folgende Angaben diesen als Eingangsparameter für die Betrachtung

  • Lebensdauer der KWEA: 20 Jahre (damit sollte die Amortisationszeit < 20 Jahre betragen),
  • Elektrische Leistung: 5 kW, spezifische Kosten: 5.000 EUR, Betriebskosten 1,5 % der Investkosten mit einer Steigerung von 1%/a.
  • Stromkosten 0,28 EUR/kWh, Strompreissteigerung 2 %/a, Einspeisetarif 0,086 EUR/kWh, Eigenverbrauchsquote 70 %
  • Weibullparameter für Geschwindigkeitsverteilung an einem inländischen Standort: a = 5,0; k=1,6

Damit ergäbe sich, dass die mittlere Windgeschwindigkeit mindestens 4,5 m/s auf Nabenhöhe betragen müsste (entspräche knapp 1.500 Volllaststunden und einem Stromgestehungspreis von rund 0,263 EUR/kWh), damit sich die KWEA spätestens nach 20 Jahren amortisiert hätte. Solche Werte sind in der Regel sicher unrealistisch.

Selbst unter der Annahme von optimaleren Eingangsparametern für Gewerbetreibende (größere Nabenhöhe mit damit verbundener größerer Windgeschwindigkeit) wird sich die Amortisation nicht verbessern, da meistens die Stromkosten für Gewerbetreibende deutlich kleiner als der Strompreis für Privatkunden sind. Daraus ergibt sich typsicherweise eine Verschlechterung der Amortisation.

Sicherlich kommt es immer auf den Einzelfall an, in den meisten Fällen wird sich eine KWEA jedoch sowohl im privaten als auch gewerblichen Bereich wirtschaftlich nicht rentieren. Und durch die kontinuierlichen Anpassungen des EEG in Bezug auf die Einspeisebedingungen wird die Rentabilität weiter sinken. Von daher ist bei den Kleinwindenergieanlagen keine positive Entwicklung zu erwarten und die Anlagen werden keinen signifikanten Beitrag zur Energiewende leisten können.

Klausurzeit gleich Klausurstress

Rechtzeitig vor Beginn der Klausurphase trudeln wieder vermehrt E-Mails von Studierenden ein, die ihre Wünsche zu den Klausurterminen äußern. Dabei geht es darum, die zentral organisierten Termine der Klausuren der Pflichtveranstaltungen verschieben zu lassen, da es zu den unterschiedlichsten Terminkollisionen kommen soll. Eigentlich gibt es bei den Klausuren, die am Ende eines jeden Fachsemesters geschrieben werden, in der Regel keine Terminkollisionen, da typischerweise in den vier Wochen nach Ende der Vorlesungen die Klausuren so terminiert werden, dass ausreichend Puffer zwischen den Klausuren liegt.

Allerdings zeigt sich bei einer wachsenden Zahl an Studierenden, dass diese gar nicht die Klausuren aus ihrem Fachsemester schreiben, sondern durch eine fachsemesterübergreifende Belegung von Modulen Klausuren aus verschiedenen Semestern schreiben. Das Curriculum wird mehr als Liste der abzuleistenden Module und weniger als Vorgabe für einen inhaltlichen Aufbau des Studiums angesehen. Dass es sinnvoll ist, zunächst die Grundlagenfächer wie Mathematik oder Physik zu belegen, um die Grundlagen für die weiterführenden Veranstaltungen zu erlernen, wird damit abgetan, dass diese Fächer mit traditionell höherer Durchfallquote erst später belegt werden, um damit die Wahrscheinlichkeit, diese Module zu bestehen, zu steigern. So sitzen immer mehr Studiernde bereits in Modulen, die fortgeschrittene Fachkenntnisse verlangen und auf den Basismodulen aufbauen, ohne die Grundlagen be- und auch verstanden zu haben.

Des Weiteren führt diese Vermischung der Module zwangsläufig dazu, dass es zu Kollisionen bei Klausurterminen kommt. Eine Terminierung der Klausuren ohne semesterübergreifende Überschneidungen ist wegen der Vielzahl an Modulen, Kursen und Studiengängen nicht möglich. Dadurch kann es zwangsläufig dazu kommen, dass Studierende an zwei aufeinander folgenden Tagen oder sogar am gleichen Tag zwei Klausuren schreiben. Dies führt häufig dazu, dass die Leistungen in diesen Klausuren schlechter als beim Wahrnehmen der regulären Klausurtermine sind.

Was wäre also aus Sicht der Studierenden zu tun? Ideal wäre ein weitestgehendes Einhalten des Studienverlaufplans ohne ein Auslassen und Verschieben von Veranstaltungen aus den ersten Semestern. Eine Überschneidung von Modulen sollte nur auftreten, wenn es zu einer Wiederholung von Modulen wegen Nichtsbestehens kommt. Falls Klausurtermine kurz hintereinander folgen, sollte die Priorität zur Klausurvorbereitung immer auf der Klausur aus dem niedrigeren Semester liegen. Im Zweifelsfall sollte das Mitschreiben der Klausur aus dem höheren Semster auf einen späteren Zeitpunkt (z. B. auf das Folgesemester) verschoben werden. Dazu kommt natürlich idealerweise eine laufende Mitarbeit während des Semesters, um den Prüfungsstoff nicht innerhalb kürzester Zeit erlernen und vorbereiten zu müssen.

Fotogalerie über Flickr

Die Fotos in der Galerie sind ab sofort über Flickr auf der Webseite eingebunden. Im Laufe der Zeit werde ich Bilder zu (erneuerbaren) Energiesystemen, dem Transport von Energie sowie von Industrieanlagen und dem Umwelt-Campus über die Galerie-Seite verfügbar machen. Des Weiteren sind die Fotos auf Flickr zu finden:

Die Fotos können unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 DE bearbeitet und verwendet werden.

CC-BY CC-BY CC-NC CC-SA