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Hinweise zu Praktika und Praxisphase im Studiengang Erneuerbare Energien

Auf der Webseite zum Bachelor-Studiengang “Erneuerbare Energien” sind nun zum einen die wesentlichen Informationen zum Ablauf des Studiums aufgeführt und des Weiteren zwei Ratgeber für die Durchführung des Grund- und Fachpraktikums und der praktischen Studienphase verfügbar.

Die Ratgeber sollen den Studierenden dazu dienen, die wesentlichen Informationen und Modalitäten sowohl für die Praktika als auch die praktische Studienphase in kompakter und übersichtlicher Form dargestellt zu bekommen. Ergänzt werden die Ratgeber durch persönliche Checklisten, um alle wesentlichen Punkte beim Absolvieren der Praktika zu berücksichtigen. Die Ratgeber ersetzen natürlich nicht die Ordnung für die praktische Vorbildung bzw. die Ordnung für die praktische Studienphase als offizielle Regularien seitens der Hochschule. Mit beiden Dokumenten sollte man sich als Studierender vor bzw. während des Studiums auseinandergesetzt haben.

Informationen für Studierende zum Bachelor-Studiengang “Erneuerbare Energien” sind unter folgendem Link zu finden:
https://www.umwelt-campus.de/ucb/index.php?id=erneuerbare_energien_bachelor

Für Studieneinsteiger und Interessierte am Bachelor-Studiengang “Erneuerbare Energien” am Umwelt-Campus bietet sich folgende Einstiegsseite an:
https://www.umwelt-campus.de/ucb/index.php?id=erneuerbare_energien

Rate my Prof – im Wintersemester 2016/17

Auch in diesem Semester waren die Studierenden wieder aufgerufen, die Lehrveranstaltungen bei mir zu evaluieren. Herausgreifen möchte ich die beiden Veranstaltungen “Bioenergie und Wärmenutzung” aus dem 5. Semester des Bachelorstudiengangs “Erneuerbare Energien” sowie “Energienutzung und Energietechnik der erneuerbaren Energien” aus dem 3. Semester des Masterstudiengangs “Umweltorientierte Energietechnik“. In beiden Modulen mussten die Studierenden während des Semesters praxisorientierte Übungsaufgaben bearbeiten, die zu einem gewissen Anteil in die Gesamtnote einflossen. Zudem gab es mündliche Prüfungen zum Abschluss des jeweiligen Kurses. Mein Ziel in den Modulen war es, den Wissenstransfer für die Studierenden durch die wöchentlichen Pflichtübungen zu vergrößern, sodass die Studierenden angehalten waren, im laufenden Semester bereits aktiv mitzuarbeiten, um nicht erst am Semesterende für die Prüfungsvorbereitung in die Vorlesungsunterlagen zu schauen.

In den Evaluationsbögen zeigt sich deutlich, dass die Bewertung der beiden Veranstaltungen wesentlich schlechter als vergleichbare Kurse ohne Pflichtübungen sind. Auf die Frage nach dem durchschnittlichen Aufwand gaben mehr als 3/4 aller Studierenden an, mehr als sechs Stunden pro Woche in die Vor- und Nachbereitung investieren zu müssen. Dies hat zur Folge, dass beide Studierendengruppen auf die Frage nach der regelmäßigen Vor- und Nachbereitung des Kurses mit über 80 Prozent “trifft völlig zu” antworteten. Die Fragen zu den erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten werden zum überwiegenden Teil sehr positiv beantwortet. Die Zunahme des Wissenstands durch den Besuch der Veranstaltungen wird in hohem bzw. sehr hohem Maße bewertet. Ein zentrales Ziel bei der Wissensvermittlung ist mir also gelungen – die intensive Beschäftigung der Studierenden mit dem Stoff und die selbstständige Arbeit mit dem Erlernten.

TafelJedoch geht der hohe Aufwand, der den Studierenden in beiden Kursen abverlangt wurde, zu Lasten der Gesamtbewertung. In Schulnoten bekommen die beiden Veranstaltungen lediglich eine 1,9 für den Masterkurs und eine 2,5 für den Bachelorkurs. Dies spiegelt sich auch in den Freitextkommentaren der Studierenden, die den “sehr hohen Arbeitsaufwand” kritisieren (insbesondere in Bezug auf die 5 ECTS-Punkte). Der “Umfang der Aufgaben war zu hoch” und der unmittelbare “Nutzen war nicht erkennbar” (dies galt vor allem für Rechenaufgaben zur Wärmelehre). Auch die Bewertung der Übungen war aus Sicht der Studierenden zu streng.

Aus meiner Professorensicht bestätigen diese Kommentare jedoch das erfolgreich umgesetzte Ziel der Module, dass sich die Studierenden intensiv mit den Themenfeldern auseinandersetzen. Es entsteht bei Durchsicht der Evaluationsbögen der Eindruck, dass die Studierenden das Studieren verlernt haben. Mathematikprofessor Herold Dehling von der Ruhr-Universität Bochum veranschlagt zum Beispiel als Arbeitsaufwand für Vor- und Nachbereitung in seinen Veranstaltungen die doppelte Zeit bezogen auf die Präsenzzeit in den Vorlesungen – bei 3 Zeitstunden pro Woche Vorlesungen resultiert dies in weiteren 6 Zeitstunden Vor- und Nacharbeit. Auf dieser Grundlage wird auch der Workload in Bezug auf die ECTS-Punkte eines Moduls ermittelt. Ein hohes Arbeitspensum, insbesondere in Spezialisierungsfächern zum Ende eines Studiengangs, hilft den Studierenden, den Stoff zu verinnerlichen, um ihn später im Berufsleben abrufen und anwenden zu können. Zudem sollte man den Anspruch an sich als Studierender haben, sich gerne mit Schwerpunkthemen des gewählten Studiengangs intensiv auseinanderzusetzen.

Dennoch werde ich mir die Kommentare der Studierenden in den Evaluationsbögen zu Herzen nehmen, um in den kommenden Semestern die Inhalte und den Aufwand an die Ansprüche aller (meine, der Hochschule, der Studierenden, der Wirtschaft etc.) anzupassen.

Aktualisierung der UCB-Webseite zum Studiengang und Konkretisierung Grund- und Fachpraktikum

Kurz vor Ende des Jahres wurde die Webseite zum Studiengang “Erneuerbare Energien” neugestaltet. Sowohl für Studieninteressierte als auch für Studierende wurden die Informationen zum Studium ausgebaut und umfassend dargestellt. Ziel ist es, den Studieninteressierten und Studierenden einen Überblick über den Studiengang zum Inhalt und Verlauf zu geben. Auch werden wiederkehrende Fragen zu Praktika und der Abschlussphase beantwortet.

Insbesondere sind die Vorgaben für das Grund- und Fachpraktikum konkretisiert worden. Die Ordnung für die praktische Vorbildung verlangt neben einer Bescheinigung vom Unternehmen einen Bericht zum Praktikum. Hierzu sind im Ratgeber zum Grund- und Fachpraktikum alle relevanten Informationen zusammengestellt. Zur Anerkennung der Grund- und Fachpraktika sind daher für Praktika, die ab 2017 angetreten wurden, künftig entsprechende Berichte vorzulegen. Hilfreich ist sicher auch noch einmal der Blick in den Studienbegleiter, der zum Semesterbeginn veröffentlicht wurde.

Lasst sie ziehen, liebe Eltern

Pünktlich Ende September beginnen für viele die letzten Vorbereitung für die Aufnahme eines Studiums an einer Universität oder Hochschule. Doch war für die Erstsemester dies in der Regel der erste Schritt in die Selbstständig und Unabhängigkeit, so scheinen mittlerweile viele Eltern ihre Kinder auch noch ins Studium begleiten zu wollen.

An die Eltern, die beim Tag der offenen Tür oder anderen Informationsveranstaltungen von Hochschulen mit Ihren (volljährigen) Kindern erscheinen und statt der Kinder die Fragen zum Studium stellen, muss man sich als Studiengangsbeauftragter mittlerweile gewöhnen. Scheinbar sind die Eltern dermaßen besorgt, ob der Nachwuchs auch die richtige Entscheidung im Leben trifft, dass die Kinder stumm dem Frage-und-Antwort-Spiel der Eltern mit den Professoren beiwohnen.

Die F.A.Z. schreibt dazu, dass sich viele Eltern nicht nur in die Entscheidung für ein Studium und in den Bewerbungsprozess einmischen, sondern sich sogar auch noch nach Ende des Studiums aktiv einmischen.

Die RWTH Aachen mit ihren rund 7.000 Erststemestern zum Wintersemester sieht sich ob der fürsorglichen Eltern sogar genötigt, “Informationen für Eltern und Angehörige” bereitzustellen. Darin heißt es zum Beispiel

… daher richten sich […] die Einführungswoche direkt an die Studienanfängerinnen und Studienanfänger. Wir können verstehen, wenn Sie ihr Kind hierbei begleiten möchten – nicht zuletzt aufgrund der begrenzten räumlichen Kapazitäten möchten wir Sie jedoch bitten, ihm diese Erfahrung alleine zu ermöglichen.

Die neuen Erfahrungen und das Schließen von neuen Freundschaften will von vielen Eltern unmittelbar miterlebt werden. Dabei ist insbesondere die Einführungswoche für die Studienanfänger ganz entscheidend, um sich in der neuen und fremden Umgebung zurecht zu finden.

Weiter heißt es

In vielen Fällen ist der Studiumsbeginn auch mit dem Auszug von zu Hause verbunden – und Eltern und Angehörige freuen sich über regelmäßige Anrufe ihrer Kinder. Haben Sie jedoch auch Verständnis, wenn sich diese nicht regelmäßig melden. Insbesondere die ersten Tage sind voller Programm und es kann sein, dass diese einfach mal in Ruhe ihre Erfahrungen verarbeiten möchten.

Offensichtlich machen sich viele Eltern bereits große Sorgen, wenn trotz moderner Kommunikationsmedien keine direkte Teilnahme an den Erfahrungen der Kinder möglich ist.

Und schließlich gibt es noch den Rat an die Eltern

Bitte sehen Sie ebenfalls von Schultüten oder ähnlichen Dingen für den ersten Tag im Studium ab. Insbesondere, da das Programm bereits am ersten Tag umfangreich ist, sind Schultüten hinderlich.

In der Grundschule mag die Schultüte eine nette Geste sein, um den I-Dötzchen den Start in die Schule zu versüßen, an einer Hochschule hat eine solche Geste jedoch nichts verloren, ohne die eigenen Kinder zu verunglimpfend ausgedrückt “Muttersöhnchen” zu machen.

Was kann man also Eltern raten, die mit ihrer übertrieben Fürsorge den Kindern den Start in einen neuen und aufregenden Lebensabschnitt eher schaden als nützen? Sicherlich sollten sich die Eltern zunächst immer die Frage stellen, wie sie sich in einer solcher Situation gefühlt hätten, die sich ihren Kindern aufzwingen. Auch werden die Kinder schon um Hilfe bitten, wenn die Probleme und Sorgen zu groß werden; ein offenes Ohr zu den Erzählungen des Erlebten ist immer hilfreich, um zwischen den Zeilen vielleicht mögliche, ernste Schwierigkeiten frühzeitig zu erkennen. In solchen Fällen ist aber auch Zurückhaltung das erste Gebot, um den Kindern die Möglichkeit zu geben, die Situation selbstständig zu lösen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Und schließlich bleibt festzuhalten, dass sich Eltern an den neuen Lebensabschnitt gewöhnen müssen – war man bei Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter noch Mitspieler, saß man auf der weiterführenden Schule bereits nur noch auf der Ersatzbank. Im Studium muss man sich als Eltern wohl oder übel damit abfinden, dass man nur noch auf der Tribüne Platz nehmen darf, um das “Spiel” der Kinder zu beobachten. Dennoch sollte man als Eltern dIlse Zeit genießen, denn mit dem Berufsleben der Kinder und der darauf in der Regel folgenden Zeit, sobald die Kinder selber Eltern werden, beginnt die nächste entscheidende Phase als alle.

[Update vom 26.09.2016]

SPIEGEL Online hat heute einen Artikel mit dem Titel “Helikopter-Eltern nerven Studienberater. Liebe Mamas und Papas, SO bitte nicht” veröffentlicht, in dem Erfahrungen von Studienberatern mit fürsorglichen Eltern von Studierenden dargestellt sind. Bei den Schilderungen ist nicht ganz klar, ob man lachen oder weinen soll.

Klausurzeit gleich Klausurstress

Rechtzeitig vor Beginn der Klausurphase trudeln wieder vermehrt E-Mails von Studierenden ein, die ihre Wünsche zu den Klausurterminen äußern. Dabei geht es darum, die zentral organisierten Termine der Klausuren der Pflichtveranstaltungen verschieben zu lassen, da es zu den unterschiedlichsten Terminkollisionen kommen soll. Eigentlich gibt es bei den Klausuren, die am Ende eines jeden Fachsemesters geschrieben werden, in der Regel keine Terminkollisionen, da typischerweise in den vier Wochen nach Ende der Vorlesungen die Klausuren so terminiert werden, dass ausreichend Puffer zwischen den Klausuren liegt.

Allerdings zeigt sich bei einer wachsenden Zahl an Studierenden, dass diese gar nicht die Klausuren aus ihrem Fachsemester schreiben, sondern durch eine fachsemesterübergreifende Belegung von Modulen Klausuren aus verschiedenen Semestern schreiben. Das Curriculum wird mehr als Liste der abzuleistenden Module und weniger als Vorgabe für einen inhaltlichen Aufbau des Studiums angesehen. Dass es sinnvoll ist, zunächst die Grundlagenfächer wie Mathematik oder Physik zu belegen, um die Grundlagen für die weiterführenden Veranstaltungen zu erlernen, wird damit abgetan, dass diese Fächer mit traditionell höherer Durchfallquote erst später belegt werden, um damit die Wahrscheinlichkeit, diese Module zu bestehen, zu steigern. So sitzen immer mehr Studiernde bereits in Modulen, die fortgeschrittene Fachkenntnisse verlangen und auf den Basismodulen aufbauen, ohne die Grundlagen be- und auch verstanden zu haben.

Des Weiteren führt diese Vermischung der Module zwangsläufig dazu, dass es zu Kollisionen bei Klausurterminen kommt. Eine Terminierung der Klausuren ohne semesterübergreifende Überschneidungen ist wegen der Vielzahl an Modulen, Kursen und Studiengängen nicht möglich. Dadurch kann es zwangsläufig dazu kommen, dass Studierende an zwei aufeinander folgenden Tagen oder sogar am gleichen Tag zwei Klausuren schreiben. Dies führt häufig dazu, dass die Leistungen in diesen Klausuren schlechter als beim Wahrnehmen der regulären Klausurtermine sind.

Was wäre also aus Sicht der Studierenden zu tun? Ideal wäre ein weitestgehendes Einhalten des Studienverlaufplans ohne ein Auslassen und Verschieben von Veranstaltungen aus den ersten Semestern. Eine Überschneidung von Modulen sollte nur auftreten, wenn es zu einer Wiederholung von Modulen wegen Nichtsbestehens kommt. Falls Klausurtermine kurz hintereinander folgen, sollte die Priorität zur Klausurvorbereitung immer auf der Klausur aus dem niedrigeren Semester liegen. Im Zweifelsfall sollte das Mitschreiben der Klausur aus dem höheren Semster auf einen späteren Zeitpunkt (z. B. auf das Folgesemester) verschoben werden. Dazu kommt natürlich idealerweise eine laufende Mitarbeit während des Semesters, um den Prüfungsstoff nicht innerhalb kürzester Zeit erlernen und vorbereiten zu müssen.

Labor für Erneuerbare Energien am Tag der offenen Tür 2016 am Umwelt-Campus

Das Labor für Erneuerbare Energien präsentiert sich auch in diesem Jahr wieder am Tag der offenen Tür zum 20jährigen Bestehend des Umwelt-Campus Birkenfeld am Samstag, den 21.05.2016.

Folgende Programmpunkte sind geplant:

  • Infostand zum Studiengang Erneuerbare Energien im Zentralen Neubau (ZN) mit Versuchsaufbauten
  • Vorstellung der Studiengänge Erneuerbare Energien und Wirtschaftsingenieurwesen/Umweltplanung. 11:00 Uhr Hörsaal SR2
  • Besichtigung der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Glasbaus. Treffpunkt: 13:00 Uhr im Zentralen Neubau (ZN)
  • Schnuppervorlesung: Eine windige Geschichte – technische, juristische und ökonomische Aspekte der Windenergienutzung. 13:40 Uhr Hörsaal SR1

 

Gute Berufsaussichten für Ingenieure der Energiewende

Die Berufsaussichten für Ingenieure, die sich mit dem weiten Feld der erneuerbaren Energien und der Energiewende beschäftigen, sind trotz der derzeit schwierigen Marktlage weiterhin gut. Laut dem BMWI die Bruttobeschäftigungszahlen von 399.800 in 2012 auf 371.400 in 2013 leicht zurückgegenen. Dies lässt sich insbesondere auf die Halbierung der Mitarbeiterzahlen im Bereich der Photovoltaik (von 100.300 auf 56.000) zurückführen. Die übrigen Branchen weisen einen leichten Anstieg der Beschäftigtenzahlen auf.

In der Statistik sind keine Zahlen zu den Beschäftigen aus dem weitgefassten Feld der erneuerbaren Energietechnik dargestellt. Aussagen zur Arbeitsmarktentwicklung von Unternehmen, die sich unter anderem mit (Gebäude-)Energieberatung, Fragestellungen zur Energieeffizienz (beispielsweise in der Produktion) sowie Stromvermarktung beschäftigen, wurden nicht berücksichtigt.

Hochschulabsolventen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien haben daher weiterhin gute Chancen, nach dem Studienabschluss zeitnah eine Stelle antreten zu können. Wichtig dafür ist, dass die Absolventen neben fundierten Grundkenntnissen in Technik, Wirtschaft und Recht auch über ein ausreichendes Maß an Flexibilität, gute Englischkenntnisse sowie Projektmanagementkenntnisse verfügen.