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Aktualisierung der UCB-Webseite zum Studiengang und Konkretisierung Grund- und Fachpraktikum

Kurz vor Ende des Jahres wurde die Webseite zum Studiengang “Erneuerbare Energien” neugestaltet. Sowohl für Studieninteressierte als auch für Studierende wurden die Informationen zum Studium ausgebaut und umfassend dargestellt. Ziel ist es, den Studieninteressierten und Studierenden einen Überblick über den Studiengang zum Inhalt und Verlauf zu geben. Auch werden wiederkehrende Fragen zu Praktika und der Abschlussphase beantwortet.

Insbesondere sind die Vorgaben für das Grund- und Fachpraktikum konkretisiert worden. Die Ordnung für die praktische Vorbildung verlangt neben einer Bescheinigung vom Unternehmen einen Bericht zum Praktikum. Hierzu sind im Ratgeber zum Grund- und Fachpraktikum alle relevanten Informationen zusammengestellt. Zur Anerkennung der Grund- und Fachpraktika sind daher für Praktika, die ab 2017 angetreten wurden, künftig entsprechende Berichte vorzulegen. Hilfreich ist sicher auch noch einmal der Blick in den Studienbegleiter, der zum Semesterbeginn veröffentlicht wurde.

Lasst sie ziehen, liebe Eltern

Pünktlich Ende September beginnen für viele die letzten Vorbereitung für die Aufnahme eines Studiums an einer Universität oder Hochschule. Doch war für die Erstsemester dies in der Regel der erste Schritt in die Selbstständig und Unabhängigkeit, so scheinen mittlerweile viele Eltern ihre Kinder auch noch ins Studium begleiten zu wollen.

An die Eltern, die beim Tag der offenen Tür oder anderen Informationsveranstaltungen von Hochschulen mit Ihren (volljährigen) Kindern erscheinen und statt der Kinder die Fragen zum Studium stellen, muss man sich als Studiengangsbeauftragter mittlerweile gewöhnen. Scheinbar sind die Eltern dermaßen besorgt, ob der Nachwuchs auch die richtige Entscheidung im Leben trifft, dass die Kinder stumm dem Frage-und-Antwort-Spiel der Eltern mit den Professoren beiwohnen.

Die F.A.Z. schreibt dazu, dass sich viele Eltern nicht nur in die Entscheidung für ein Studium und in den Bewerbungsprozess einmischen, sondern sich sogar auch noch nach Ende des Studiums aktiv einmischen.

Die RWTH Aachen mit ihren rund 7.000 Erststemestern zum Wintersemester sieht sich ob der fürsorglichen Eltern sogar genötigt, “Informationen für Eltern und Angehörige” bereitzustellen. Darin heißt es zum Beispiel

… daher richten sich […] die Einführungswoche direkt an die Studienanfängerinnen und Studienanfänger. Wir können verstehen, wenn Sie ihr Kind hierbei begleiten möchten – nicht zuletzt aufgrund der begrenzten räumlichen Kapazitäten möchten wir Sie jedoch bitten, ihm diese Erfahrung alleine zu ermöglichen.

Die neuen Erfahrungen und das Schließen von neuen Freundschaften will von vielen Eltern unmittelbar miterlebt werden. Dabei ist insbesondere die Einführungswoche für die Studienanfänger ganz entscheidend, um sich in der neuen und fremden Umgebung zurecht zu finden.

Weiter heißt es

In vielen Fällen ist der Studiumsbeginn auch mit dem Auszug von zu Hause verbunden – und Eltern und Angehörige freuen sich über regelmäßige Anrufe ihrer Kinder. Haben Sie jedoch auch Verständnis, wenn sich diese nicht regelmäßig melden. Insbesondere die ersten Tage sind voller Programm und es kann sein, dass diese einfach mal in Ruhe ihre Erfahrungen verarbeiten möchten.

Offensichtlich machen sich viele Eltern bereits große Sorgen, wenn trotz moderner Kommunikationsmedien keine direkte Teilnahme an den Erfahrungen der Kinder möglich ist.

Und schließlich gibt es noch den Rat an die Eltern

Bitte sehen Sie ebenfalls von Schultüten oder ähnlichen Dingen für den ersten Tag im Studium ab. Insbesondere, da das Programm bereits am ersten Tag umfangreich ist, sind Schultüten hinderlich.

In der Grundschule mag die Schultüte eine nette Geste sein, um den I-Dötzchen den Start in die Schule zu versüßen, an einer Hochschule hat eine solche Geste jedoch nichts verloren, ohne die eigenen Kinder zu verunglimpfend ausgedrückt “Muttersöhnchen” zu machen.

Was kann man also Eltern raten, die mit ihrer übertrieben Fürsorge den Kindern den Start in einen neuen und aufregenden Lebensabschnitt eher schaden als nützen? Sicherlich sollten sich die Eltern zunächst immer die Frage stellen, wie sie sich in einer solcher Situation gefühlt hätten, die sich ihren Kindern aufzwingen. Auch werden die Kinder schon um Hilfe bitten, wenn die Probleme und Sorgen zu groß werden; ein offenes Ohr zu den Erzählungen des Erlebten ist immer hilfreich, um zwischen den Zeilen vielleicht mögliche, ernste Schwierigkeiten frühzeitig zu erkennen. In solchen Fällen ist aber auch Zurückhaltung das erste Gebot, um den Kindern die Möglichkeit zu geben, die Situation selbstständig zu lösen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Und schließlich bleibt festzuhalten, dass sich Eltern an den neuen Lebensabschnitt gewöhnen müssen – war man bei Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter noch Mitspieler, saß man auf der weiterführenden Schule bereits nur noch auf der Ersatzbank. Im Studium muss man sich als Eltern wohl oder übel damit abfinden, dass man nur noch auf der Tribüne Platz nehmen darf, um das “Spiel” der Kinder zu beobachten. Dennoch sollte man als Eltern dIlse Zeit genießen, denn mit dem Berufsleben der Kinder und der darauf in der Regel folgenden Zeit, sobald die Kinder selber Eltern werden, beginnt die nächste entscheidende Phase als alle.

[Update vom 26.09.2016]

SPIEGEL Online hat heute einen Artikel mit dem Titel “Helikopter-Eltern nerven Studienberater. Liebe Mamas und Papas, SO bitte nicht” veröffentlicht, in dem Erfahrungen von Studienberatern mit fürsorglichen Eltern von Studierenden dargestellt sind. Bei den Schilderungen ist nicht ganz klar, ob man lachen oder weinen soll.