Speicher

Festplattenspeicherplatz auf dem Mac freigeben

Mit dem Dateisystem APFS auf dem Mac mit High Sierra (Version 10.13) kann es passieren, dass die Festplatte voll erscheint, obwohl noch ausreichend Speicherplatz verfügbar ist. Im Englischen wird dieser Speicher, der die Festplatte belegt, als „Purgeable“ (freisetzbar) bezeichnet. Um diesen freisetzbaren Speicherplatz zu entfernen, öffnet man zunächst die Konsole (z. B. CMD + Space drücken und dann Terminal eintippen). Dort gibt man den Befehl

df -h

ein, um den tatsächlich freien Speicher angezeigt zu bekommen (angegeben unter Avail). Anschließend tippt man in der Konsole den Befehl:

dd if=/dev/zero of=~/foo.bar

Mit diesem Befehl beginnt der Mac nun die Datei foo.bar im Home-Verzeichnis anzulegen, die mit der Zeit immer größer wird; in einer zweiten Konsole kann man durch ls -lh ~  sehen, wie die Dateigröße zunimmt. Nach gewisser Zeit (das kann einige Minuten dauern) kommt vom System eine Meldung im Fenster, dass die Festplatte voll ist. Diese Meldung kann man ignorieren und die Datei weiter wachsen lassen. Noch später bricht der Befehl im Terminal ab, da die Festplatte tatsächlich voll ist. Mac OS hat nun den freisetzbaren Speicher vollständig freigegeben. Man kann die Datei nun in der Konsole löschen

rm ~/foo.bar

und auf dem Mac ist nun mehr Speicherplatz frei.

Weitere Infos finden sich unter:

https://www.jackenhack.com/mac-os-remove-purgeable-high-sierra/
https://www.jackenhack.com/mac-os-purgeable-remove-clear-space/

Energie oder Leistung

Das Online-Magazin SPIEGEL ONLINE berichtet über ein aktuelles Projekt der EWE AG zur Errichtung eines Stromspeichers durch Ausnutzung von Salzkavernen in Friesland. Die F.A.Z. berichtet in ihrem Wirtschaftsteil ausführlich über dieses Projekt.

In dem Artikel von SPIEGEL ONLINE wird von der „größten Batterie der Welt“ gesprochen, „[…] die im Jahre 2023 mit einer Leistung von 120 Megawatt in Betrieb genommen werden […]“ könnte. Dabei wird darauf verwiesen, dass die Leistung der Batterie ausreiche, um die Großstadt Berlin eine Stunde bzw. die Stadt Oldenburg einen Tag mit Strom zu versorgen. Hier zeigt sich mal wieder ein mangelndes physikalisches Grundwissen zum Unterschied zwischen Energie und Leistung. Entscheidend ist natürlich zunächst die energetische Speicherkapazität der Batterie – die Ausgangsleistung ist relevant für die Abschätzung, ob ein momentaner Strombedarf gedeckt werden kann.

Im Jahr 2014 betrug der Jahresstromverbrauch von Berlin laut des Hauptstadtportals berlin.de rund 13,4 TWh. Das Amt für Statistik Berlin Brandenburg gibt den Bruttojahresstromverbrauch von Berlin für 2014 mit 14,2 TWh an. Unter der stark vereinfachten Annahme, dass in Berlin damit durchschnittlich pro Stunde 1,5 GWh Strom verbraucht wird, müsste eine Batterie eine Stunde lang eine Ausgangsleistung von 1,5 GW, also die zwölffache Leistung der aufgeführten Batterie im Artikel, haben, um Berlin eine Stunde mit Strom zu versorgen. Auch eine Verwechslung von Leistung (120 MW) und Energie (120 MWh) würde nicht zu der Aussage führen, dass das Batteriesystem Berlin für eine Stunde mit Strom versorgen könnte.

Leider ist es häufig zu beobachten, dass energetische Kennzahlen in journalistischen Artikeln schlecht recherchiert und unkritisch dargelegt werden, sodass trotz der sehr interessanten technischen Konzepte, die in den Artikeln vorgestellt werden, ein fader Beigeschmack verbleibt, weil die physikalischen Grundlagen falsch dargestellt sind.