Photovoltaik

Sonnenfinsternis und der Blackout [Update]

Der Spiegel schreibt in seiner Ausgabe 37/2014 über die Gefahr eines deutschlandweiten Stromausfalls aufgrund der partiellen Sonnenfinsternis am 20.03.2015. Bei genauerer Betrachtung fällt jedoch auf, dass der Artikel journalistisch mangelhaft recherchiert wurde und die Aussagen in der Form nicht stimmen.

Die partielle Sonnenfinsternis beginnt in Deutschland am 20. März 2015 um etwa 09:30 Uhr und  gegen 11:50 Uhr endet. Die maximale Bedeckung der Sonne durch den Mond wird um 10:40 Uhr erreicht. (Quelle: UK Hydrographic Office). In dieser Zeit würden die Photovoltaikanlagen in Deutschland bei einem wolkenfreien Himmel mit reduzierter Leistung einspeisen. Die Aussage im Spiegel-Artikel „Bei einer installierten Leistung von mittlerweile fast 40 Gigawatt könnte ein solch abrupter Leistungsverlust für die Zentralen, die die Stromnetze steuern, nur schwer auszubalancieren sein.“ ist nicht korrekt.

Die Anlagen speisen in den 2,5 h wegen der unterschiedlichen Ausrichtung und Neigung der Solaranlagen sowie der Position der Sonne am Himmel nicht mit der vollen Leistung von rund 40 GW ein. Auf den Infoseiten der EEX lässt sich ermitteln, dass am 20.03.2014 – einem sehr sonnigen Tag in Deutschland – die Einspeiseleistung aller PV-Anlagen von 16 GW auf maximal 23 GW anwächst. Die gesamte Einspeiseleistung aller Energieerzeugungsanlagen in Deutschland betrugen laut den Auswertungen von Prof. Dr. Burger des Fraunhofer ISE zwischen 65 und 75 GW. Der Ausgleich der Einspeiseleistung durch den großen Anteil an Strom aus Photovoltaikanlagen wurde insbesondere durch die Reduktion der Einspeiseleistung von Steinkohlekraftwerken erreicht.

Technisch stellt die sehr exakt prognostizierbare Veränderung der solaren Einspeiseleistung keine große Herausforderung für die Übertragungsnetzbetreiber da. Durch qualitativ hochwertige Prognosen der eingespeisten Leistung aller PV-Anlagen in den Netzgebieten lassen sich die Kraftwerke in Deutschland entsprechend dem Bedarf regeln.

[Update]Die Forschungsgruppe von Prof. Dr. Quaschning an der HTW Berlin hat eine sehr interessante Studie zu dem Thema veröffentlicht.[/Update]

 

Grünflächenpflege mit Schafen

Die NY Times berichtet in ihrer Onlineausgabe vom 10.07.2014 über die Nutzung von Schafen zur Grünflächenpflege einer Solaranlage in Texas als gute und günstige Alternative zur konventionellen Pflege der Grünflächen von Freiflächenanlagen. Scheinbar ist der Einsatz von Schafen bei texanischen Solarprojekten so unkonventionell und neu, dass diese Idee einen verhältnismäßig langen Artikel wert ist.

In Deutschland ist die Grünflächenpflege von Photovoltaikanlagen mithilfe von Schafen seit vielen Jahren Standard.

Schafe

Schafe auf einer Photovoltaikanlage in Rheinland-Pfalz

Schafe

Schafe in einem Photovoltaikpark in Bayern