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Was man mit 20 Mrd. USD erreichen könnte

BP muss für die Umweltschäden durch die Explosion auf der Ölbohrplattform Deepwater Horizon 20,8 Mrd. $ (= rd. 18 Mrd. €) Strafe an unterschiedliche Institutionen zahlen. Wird dieser Betrag ins Verhältnis zu Installationskosten von Windenergie- oder Photovoltaikanlagen bzw. mit laufenden Kosten für die Einspeisevergütung von Erneuerbaren in Deutschland gesetzt, relativieren sich die “Subventionen” der Erneuerbaren sehr schnell im Vergleich zu den Kosten, welche durch die fossile Energieversorgung insbesondere durch Einzelereignisse verursacht werden.

In den vergangenen Jahren ist es immer wieder bei den unterschiedlichen fossilen Energiesystemen zu schwerwiegenden Katastrophen gekommen, die neben schweren Umweltschäden vor allem hohe Kosten verursacht haben:

  • Deepwater Horizon 18 Mrd. €
  • Kernschmelze im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi 150-230 Mrd. €
  • Kernschmelze im Kernkraftwerk in Tschernobyl 160 Mrd. €
  • Sanierung Endlager Asse 4-6 Mrd. €

Anhand der Kosten dieser Einzelereignisse zeigt sich, dass mit den Geldern problemlos die Einspeisevergütungen für Photovoltaik- und Windenergieanlagen von rund 200 Mrd. € gezahlt werden könnten. Die Strafzahlungen, die BP für Deepwater Horizon zahlen muss, reichten beispielsweise aus, um in Deutschland ca. 9 GW Windenergieanlagen und rund 7,5 GWp Photovoltaikanlagen zusätzlich zu installieren. Alternativ ließe sich ein umfassendes Forschungsförderprogramm für die Weiterentwicklung von Batteriespeichern aufsetzen.