Rate my Prof – Thermodynamik (SoSe 2016)

In der Lehrevaluation können die Studierenden neben einer umfassenden Bewertung bzw. Benotung der Veranstaltung auch Freitextkommentare zu Positivem wie Negativem abgeben. Dabei sind die Studierenden meist ehrlich und offen, manchmal auch etwas naiv. Dennoch sind diese Kommentare in der Regel sehr hilfreich, um eine Veranstaltung zu verbessern.

Anbei gibt es einen kleinen ausgewählten Einblick in die Meinung von Studierenden. Die Fragen für die Freitextkommentare lauten: „Was hat Ihnen an der Veranstaltung (besonders) gut gefallen?“ und „Was hat Ihnen an der Veranstaltung nicht gefallen?“

Bei der Vorlesung Thermodynamik handelt sich um eine Veranstaltung aus dem 2. Semester für Bachelorstudierende, gehalten von einem Kollegen und mir. Die Veranstaltung gliedert sich in eine zweistündige Vorlesung und eine zweistündige Übung.

Als positive Rückmeldungen gab es unter anderem:

  • Dass man Mitschreiben musste und somit automatisch gedanklich folgt
  • Die durchaus verständliche Vermittlung des Lehrstoffs durch den Dozenten
  • Der ständige Versuch des Professors, Thermodynamik als ein spannendes Studienfach zu vermitteln
  • Beispielhaftes Erklären, verständlich

Es scheint also möglich, den umfangreichen und teilweise komplexen Stoff der (technischen) Thermodynamik den Studierenden ansprechend näher zu bringen.

Negativ wurde gesehen:

  • Für Bachelor-Studenten teilweise bisschen unnötige Themen -> Bsp. Entropie: Braucht kein Mensch!
  • Gleichzeitiges mitschreiben und zuhören schwierig, man bekommt nur die Hälfte mit und muss parallel noch mitdenken und Notizen machen.
  • Oft sehr lang gezogene Herleitungen (zieht sich)
  • Das man zu viele Formeln wissen muss, wir haben genug Vorlesungen

Offensichtlich fehlt den Studierenden noch die Einsicht, dass die Themen im späteren Verlauf des Studiums wichtig werden (zum Beispiel Kenntnisse über Entropie zur Berechnung des Wirkungsgrads von Kraftwerksprozessen).

Manche Kommentare sind natürlich wenig sinnvoll:

Positiv: Das Grün der Tafel

Interessant sind auch die subjektive Meinungen zu den Terminen der Vorlesung (dienstags, 10:40 Uhr, und mittwochs, 13:00 Uhr – also studierendentauglich):

Positiv: Die Uhrzeit
Negativ: Die Uhrzeit, zu der die Veranstaltung stattfand

Zusammenfassend lässt sich damit festhalten, dass die Veranstaltung bei den Studierenden weitestgehend gut und positiv angekommen ist, obwohl die Thermodynamik als Grundlagenfach in der Regel selten zu großen Begeisterungsstürmen führt.